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05.09.2010 - 12:04 Uhr

 

Eine eigenwillige Form

Das Gebäude wurde 1957 erbaut und wird derzeit nicht genutzt. Eine Revitalisierung ist voraussichtlich nach Fertigstellung der Objekte im Weser Quartier vorgesehen, d.h. nach 2010.

 

Der Entwurf des Gebäudes stammt von dem Bremer Architekten Carsten Schröck (1923 – 1973). Er galt als experimentierfreudiger und einfallsreicher Vertreter der Bremer Nachkriegsarchitektur. Die besondere Form des Gebäudes ist jedoch ganz anderen Einflüssen geschuldet. Hier ein Auszug aus den Bremer Nachrichten vom 16. November 1957:

 

„Nicht durch eine Laune des Architekten erhielt der Neubau der Verteilungsstelle Europahafen des Hafenbetriebs-Vereins diese merkwürdige Form. Die eigenwillige Lösung erfordert die Stadtplanung. Sie sieht den Korffsdeich hier später als Sackgasse vor, mit einer Endschleife der Straßenbahn, die um das Gebäude herumgeführt werden soll. Das vierkantige Nebengebäude der Verteilerhalle wurde auf einen Betonsockel gestellt, um für die Fahrräder und Mopeds der Hafenarbeiter Parkmöglichkeiten zu schaffen. In diesem Nebengebäude befinden sich Unterrichtsräume für die fachliche Ausbildung des Nachwuchses sowie Duschbäder. 750 Hafenarbeiter werden in der Verteilungsstelle Europahafen, dem modernsten Bau dieser Art, täglich vermittelt. Um 5:45 Uhr früh und um 14:30 Uhr am Nachmittag herrscht hier Hochbetrieb.“

Zollhaus Europahafen
Korffsdeich